34d Prüfungsfragen: 25 Übungsfragen mit Lösungen
25 Prüfungsfragen zur IHK-Sachkundeprüfung §34d GewO („Geprüfte/r Fachfrau/-mann für Versicherungsvermittlung IHK") kannst du unten direkt kostenlos üben — mit Lösungen und ausführlichen Erklärungen. Sie stammen aus unserem Katalog mit 359 Übungsfragen über alle Themenbereiche.
Die echte schriftliche Prüfung umfasst 118 Fragen in 160 Minuten über 5 Sachgebiete (bestanden: mind. 50 % in 4 von 5 Sachgebieten, keines unter 30 %) — Details auf unserer Seite zum Prüfungsablauf.
25 Prüfungsfragen mit Lösungen und Erklärungen
Klick auf eine Frage, um die Antwortmöglichkeiten, die richtige Lösung (mit ✓ markiert) und die Erklärung aufzuklappen. Die Auswahl ist über alle Themenbereiche gestreut — von den rechtlichen Grundlagen der Versicherungsvermittlung (VVG, VersVermV, GewO) über Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung bis zu Hausrat-, Haftpflicht- und Kfz-Versicherung. Erst selbst überlegen, dann aufklappen.
1. Rechtliche Grundlagen der Versicherungsvermittlung Welche Aussage zur Beratungsdokumentation nach §61 VVG ist richtig?
Eine Antwort ist richtig:
§61 Abs. 1 VVG verpflichtet den Vermittler, Wünsche und Bedürfnisse des Kunden zu ermitteln, Rat zu geben und dies zu dokumentieren. §62 VVG regelt die Übermittlung der Dokumentation — grundsätzlich vor Vertragsschluss.
2. Rechtliche Grundlagen der Versicherungsvermittlung Ein Versicherungsnehmer zahlt die Erstprämie nicht. Wie lange hat der Versicherer Leistungsfreiheit bei einem Schadensfall?
Eine Antwort ist richtig:
§37 Abs. 2 VVG (Einlösungsprinzip): Ist die Erst- bzw. Einmalprämie bei Eintritt des Versicherungsfalls nicht gezahlt, ist der Versicherer leistungsfrei – ohne dass es einer Mahnung oder Fristsetzung bedarf. Voraussetzung ist nur, dass der Versicherer den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform oder einen auffälligen Hinweis im Versicherungsschein auf diese Rechtsfolge hingewiesen hat. Die Mahnung mit Zahlungsfrist gilt dagegen für die Folgeprämie (§38 VVG).
3. Rechtliche Grundlagen der Versicherungsvermittlung Welches Merkmal unterscheidet einen Versicherungsberater (§34d Abs. 2 GewO) von einem Versicherungsvermittler?
Eine Antwort ist richtig:
Der Versicherungsberater ist strikt auf Honorarbasis tätig. Er darf keinerlei Provisionen oder sonstige Zuwendungen von Versicherern annehmen — das unterscheidet ihn fundamental vom provisionsvergüteten Vermittler.
4. Rechtliche Grundlagen der Versicherungsvermittlung Welche Vermittlertypen müssen im Vermittlerregister (DIHK-Vermittlerregister) eingetragen sein?
Mehrere Antworten sind richtig:
Im Vermittlerregister eingetragen werden müssen alle erlaubnispflichtigen Vermittler (Vertreter und Makler). Angestellte und gebundene Agenten, die unter der Haftung eines Versicherers tätig sind, unterliegen einer vereinfachten Registrierungspflicht.
5. Rechtliche Grundlagen der Versicherungsvermittlung Welche Mindestversicherungssumme schreibt die VersVermV für die Berufshaftpflichtversicherung eines Versicherungsmaklers vor?
Eine Antwort ist richtig:
Die VersVermV (§17) schreibt für die Berufs-/Vermögensschaden-Haftpflicht eine Mindestversicherungssumme vor. Seit dem 09.10.2024 (Delegierte Verordnung (EU) 2024/896): 1.564.610 € je Versicherungsfall und 2.315.610 € für alle Versicherungsfälle eines Jahres.
6. Altersvorsorge und Lebensversicherung Was ist das "Drei-Säulen-Modell" der Altersvorsorge in Deutschland?
Eine Antwort ist richtig:
Das Drei-Säulen-Modell beschreibt die drei Bereiche der Altersvorsorge: 1. Gesetzliche Rentenversicherung (GRV), 2. Betriebliche Altersvorsorge (bAV), 3. Private Vorsorge (u.a. Lebens- und Rentenversicherungen).
7. Altersvorsorge und Lebensversicherung Was bedeutet "Rückkaufswert" bei einer Lebensversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Der Rückkaufswert (§169 VVG) ist das dem VN bei Kündigung zustehende Kapital. Er entspricht dem Deckungskapital abzüglich eines Stornoabzugs. In den ersten Jahren ist er aufgrund der Abschlusskosten oft deutlich geringer als die eingezahlten Prämien.
8. Altersvorsorge und Lebensversicherung Wann ist eine Lebensversicherungsleistung im Erlebensfall ertragssteuerfrei?
Eine Antwort ist richtig:
Vollständig ertragssteuerfrei ist die Erlebensfallleistung nur bei Altverträgen (Abschluss vor 2005): Voraussetzung sind mindestens 12 Jahre Laufzeit, mindestens 5 Jahre Beitragszahlung und ein vereinbarter Mindesttodesfallschutz. Seit dem Alterseinkünftegesetz (2005) sind die Erträge neuer Verträge steuerpflichtig; günstigstenfalls - bei mindestens 12 Jahren Laufzeit und Auszahlung ab 62 Jahren - wird nur die Hälfte des Ertrags besteuert (Halbeinkünfteverfahren). Das ist eine Vergünstigung, aber keine Steuerfreiheit.
9. Altersvorsorge und Lebensversicherung Was versteht man unter "Beitragsfreistellung" bei einer Lebensversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Bei Beitragsfreistellung (§165 VVG) wird der Vertrag fortgeführt, die versicherte Summe jedoch auf eine beitragsfreie Versicherungssumme reduziert, die dem bisherigen Deckungskapital entspricht. Dies ist eine Alternative zur Kündigung.
10. Betriebliche Altersvorsorge und Steuerrecht Welche fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sind gesetzlich anerkannt?
Eine Antwort ist richtig:
Die fünf Durchführungswege der bAV nach BetrAVG sind: 1. Direktzusage, 2. Unterstützungskasse, 3. Direktversicherung, 4. Pensionskasse, 5. Pensionsfonds. Riester- und Rürup-Rente sind private, nicht betriebliche Vorsorge.
11. Betriebliche Altersvorsorge und Steuerrecht Was bedeutet "Entgeltumwandlung" im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge?
Eine Antwort ist richtig:
Bei der Entgeltumwandlung (§1a BetrAVG) hat jeder Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch darauf, Teile seines Bruttolohns in bAV umzuwandeln. Der Umgewandelte Betrag ist sozialversicherungs- und steuerlich begünstigt.
12. Betriebliche Altersvorsorge und Steuerrecht Was versteht man unter "nachgelagerter Besteuerung" in der Altersvorsorge?
Eine Antwort ist richtig:
Das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung (Basis der Rentenreform 2005): Beiträge zur Altersvorsorge (z.B. GRV, Rürup) sind in der Ansparphase steuerlich begünstigt; die Rentenleistungen werden dann im Rentenbezugszeitraum nach dem dann geltenden (i.d.R. niedrigeren) persönlichen Steuersatz versteuert.
13. Betriebliche Altersvorsorge und Steuerrecht Welcher Personenkreis ist für die Riester-Förderung unmittelbar berechtigt?
Mehrere Antworten sind richtig:
Unmittelbar förderberechtigt sind Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie Beamte, Richter und Soldaten als Empfänger von Besoldung (über die Beamtenversorgung abgesichert, §10a Abs. 1 EStG). Nicht förderberechtigt sind u.a. Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht und Pflichtversicherte in berufsständischen Versorgungswerken (z.B. Ärzte, Anwälte, Architekten).
Lieber interaktiv üben — mit sofortiger Auswertung?
30 Fragen gratis testen, ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte — inkl. Prüfungssimulation und KI-Erklärungen.
Kostenlos registrieren14. Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung Was versteht man unter dem "Unfallbegriff" in der privaten Unfallversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Definition in den AUB (Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen): Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.
15. Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung?
Mehrere Antworten sind richtig:
GKV: Solidarprinzip (Risikoausgleich), einkommensabhängige Beiträge, kostenfreie Familienversicherung. PKV: Äquivalenzprinzip, risikoäquivalente Prämien, keine Familienversicherung. Der PKV-Basistarif (§152 VAG) muss jedem zugänglich sein.
16. Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung Ab welchem Pflegegrad besteht ein Anspruch auf Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Seit 2017 gibt es 5 Pflegegrade. Ab Pflegegrad 1 (geringe Beeinträchtigung) bestehen Ansprüche, u.a. auf Pflegeberatung und Entlastungsleistungen. Die vollen Geldleistungen starten ab Pflegegrad 2.
17. Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung Was ist die "Gliedertaxe" in der privaten Unfallversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Die Gliedertaxe ist ein fester Bestandteil der AUB und legt die Invaliditätsgrade für den Verlust oder die Funktionsunfähigkeit von Körperteilen verbindlich fest. Der Invaliditätsgrad multipliziert mit der Versicherungssumme ergibt die Kapitalleistung.
18. Hausrat- und Gebäudeversicherung Was versteht man unter "Unterversicherung" in der Hausratversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Bei Unterversicherung (Versicherungssumme < Versicherungswert) wird der Schaden im Verhältnis Versicherungssumme/Versicherungswert gekürzt. Beispiel: VS = 40.000 €, tatsächlicher Wert = 80.000 €, Schaden = 10.000 € → Entschädigung = 5.000 €.
19. Hausrat- und Gebäudeversicherung Was sind "einfacher Diebstahl" und "Einbruchdiebstahl" im Unterschied?
Eine Antwort ist richtig:
Die VHB (Hausratversicherung) deckt Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus, aber in der Regel keinen einfachen Diebstahl (z.B. aus dem Auto, aus dem Garten). Für einfachen Diebstahl gibt es optionale Zusatzbausteine (z.B. Fahrraddiebstahl).
20. Hausrat- und Gebäudeversicherung Was ist ein "Elementarschadenereignis" und wie ist es in der Standardversicherung geregelt?
Eine Antwort ist richtig:
Elementarschäden sind Naturereignisse wie Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch. Da sie in der Standard-Versicherung nicht enthalten sind, empfiehlt der GDV dringend den optionalen Einschluss.
21. Hausrat- und Gebäudeversicherung Was versteht man unter dem "Neuwertprinzip" in der Hausratversicherung?
Eine Antwort ist richtig:
Das Neuwertprinzip (Gegensatz: Zeitwertprinzip) bedeutet, dass im Schadensfall die Wiederbeschaffungskosten für gleichartige neue Gegenstände erstattet werden. Die Hausratversicherung arbeitet standardmäßig nach diesem Prinzip.
22. Haftpflicht-, Kfz- und Rechtsschutzversicherung Was ist Gegenstand einer privaten Haftpflichtversicherung?
Mehrere Antworten sind richtig:
Die PHV hat zwei Kernfunktionen: 1. Befriedigung berechtigter Ansprüche (Freistellungsfunktion). 2. Abwehr unberechtigter Ansprüche (Abwehrfunktion). Vorsätzliche Schäden und Eigenschäden sind grundsätzlich ausgeschlossen.
23. Haftpflicht-, Kfz- und Rechtsschutzversicherung Welche Deckungsarten gibt es in der Kfz-Versicherung?
Mehrere Antworten sind richtig:
Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht (PflVG). Teil- und Vollkasko sind freiwillig. Die Teilkasko deckt: Diebstahl, Brandschäden, Glasbruch, Naturereignisse (Sturm, Hagel). Vollkasko deckt zusätzlich selbstverschuldete Unfälle und Vandalismus. Kfz-Rechtsschutz ist ein separates optionales Produkt.
24. Haftpflicht-, Kfz- und Rechtsschutzversicherung Was ist der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko?
Eine Antwort ist richtig:
Teilkasko: Diebstahl, Brand, Glasbruch, Naturereignisse, Wildschäden, Kurzschluss. Vollkasko = Teilkasko + selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Fahrzeug + Vandalismus. Bei Vollkasko gibt es ebenfalls SF-Klassen.
25. Haftpflicht-, Kfz- und Rechtsschutzversicherung Welche Haftpflichtversicherung ist für Versicherungsvermittler mit Erlaubnis nach §34d GewO gesetzlich vorgeschrieben?
Eine Antwort ist richtig:
§34d Abs. 5 GewO i.V.m. §17 VersVermV verlangt eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung. Die Mindestversicherungssummen wurden durch die Delegierte Verordnung (EU) 2024/896 zum 09.10.2024 angehoben: 1.564.610 € je Versicherungsfall und 2.315.610 € für alle Versicherungsfälle eines Jahres.
Alle Sachgebiete der Sachkundeprüfung abgedeckt
Die IHK-Sachkundeprüfung §34d prüft fünf Sachgebiete nach VersVermV Anlage 1: Kundenberatung (rechtliche Grundlagen), Vorsorge (Lebens- und Rentenversicherung), Kranken- und Pflegeversicherung samt Unfallversicherung sowie Sach- und Vermögensversicherung. Unser Fragenkatalog deckt alle Sachgebiete ab — eine Übersicht mit Gewichtung findest du auf der Seite Prüfungsthemen.
Prüfungssimulation: Üben unter echten Bedingungen
Mit dem Prüfungssimulationsmodus übst du unter realistischen Bedingungen mit Zeitlimit und Auswertung pro Themenbereich — wichtig wegen der Bestehensregel (mind. 50 % in 4 von 5 Sachgebieten, keines unter 30 %). Jede Frage kann zusätzlich per KI erklärt werden, inklusive der relevanten Paragrafen aus VVG, VersVermV und GewO.
Häufige Fragen zu den 34d Prüfungsfragen
Sind das die originalen IHK-Prüfungsfragen?
Nein — die echten IHK-Prüfungsbögen variieren je nach Termin und werden nicht veröffentlicht. Unsere Übungsfragen sind prüfungsnah formuliert und orientieren sich an den Sachgebieten der VersVermV Anlage 1 und dem BWV-Rahmenplan.
Gibt es die Prüfungsfragen als PDF?
Statt einer statischen PDF-Liste übst du hier interaktiv: jede Frage wird sofort ausgewertet, mit KI-Erklärung und Fortschritts-Auswertung pro Themenbereich — das prägt sich erfahrungsgemäß besser ein. Die ersten 30 Fragen sind kostenlos, ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte.
Reichen 25 Fragen zur Vorbereitung?
Die 25 Fragen auf dieser Seite zeigen dir das Niveau und die Bandbreite der Prüfung. Für eine solide Vorbereitung empfehlen wir, alle Sachgebiete systematisch durchzuarbeiten — im Voll-Zugang stehen dir dafür alle 359 Fragen inklusive Prüfungssimulation zur Verfügung.
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Stand: 07/2026 — die Prüfungsfragen auf dieser Seite stammen aus dem laufend gepflegten Fragenkatalog von 34d-pruefung.de.